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  1. Überdimensionales Wachstum ist immer begrenzt und hat mehrere Nachteile

    Februar 6, 2013 by admin

    Oft wird über das tolle Wachstum von China und Indien gesprochen und geschwärmt – dies ist aber oftmals relativ. Es geht zu Lasten der menschlichen Gesundheit – hier sei der Smog in den chinesischen Großstädten erwähnt oder die Kinderarbeit in den Fabriken – und der wirtschaftlichen Stabilität bzeogen auf Inflationsrate. Die tollen Wachstumsraten hören sich prima an, jedoch ist dies nur die halbe Wahrheit, denn dadurch entsteht zwangsläufig auch Inflation, die das Wachstum meist komplett wieder kompensiert. Überschnelles Wachstum erzwingt eine rasche Ausbildung von Fachkräften und Produktionsstätten, beides bedeutet Ressourcenenpäße.

    Hier einmal kurz die Folgen von überdimensionales Wachstum aufgelistet:

    • Smog verursacht langfristig Krankheiten und damit größere Ausgaben im Bereich Gesundheitswesen.
    • Kinderarbeit bedeutet eine schlechte Entwicklung, denn nur wenige erlernen die Kenntnisse die für zukünftige Berufe benötigt werden.
    • Fachkräftemangel kann man nicht über Nacht lösen, hier müssen ganzheitliche Konzepte entwickelt werden, die über lange Zeit Bestand haben müssen, damit diese sich auswirken können.
    • Inflationsrate wird den einfachen Menschen zum Verhängnis, denn die Löhne/Gehälter steigen nicht im gleichen Maße wie die Lebensmittelpreise. Wachstum wird oftmals durch Kredite finanziert – bei Überschuldung druckt der Staat Geld und “verbilligt” seine Schulden (mehr Geld ist im Umlauf, automatisch erhöhen die Unternehmen die Preise für ihre Produkte, um weiterhin das gleiche zu verdienen).

    Schnelles Wachstum lässt es jedoch nicht zu, lange zu warten – daher wird überteuert Material und Fachkräfte eingekauft sowie schnell Produktionsstätten erbaut, die manchmal einem Hypegeschuldet sind. Gesunde Rahmenbedingungen wird leider weniger beachtet, denn Wachstum macht “blind”. Ähnlich wie bei der anfänglich neuen Liebe – vernachlässigt man wichtige und essentielle Bestandteile des Lebens. Hier werden Menschenrechte und ökologische Ressourcen hinten angestellt. In China wurde in den letzten Jahren gebaut, was das Zeug hält – ohne den kommerziellen Nutzen zu beachten. In vielen Fällen sind nun die Unterhalterungskosten höher als die Einnahmen, dies nennt man auch schön ausgedrückt “Weiße Elefanten”. Hier ein paar Beispiele von Größenwahn und Bauunsinn:

    • In China existieren 160 Airports/Flughäfen, bis 2015 kommen noch einmal 70 neue dazu. Die größte Fluggesellschaft “Air China” hat bereits angekündigt aus finanziellen und wirtschaftlichen Gründen viele nicht anzusteuern. Denn gleichzeitig wird massig das Schienennetz ausgebaut.
    • Neue Fabriken sind wie Pilze aus dem Boden gestampft worden, die durch die weltweite Finanzkrise (nicht nur Eurokrise) nicht mehr ausgelastet sind. Die Nachfrage nach chinesischen Massenprodukten hat einen Dämpfer bekommen.
    • Unzählige Immobilien, darunter gigantische Einkaufstempel (Bsp.: Südchina-Mall in der Stadt Dongguan) und sogar komplette Städte wurden geschaffen (Ordos wurde aufgrund von möglichen Erdölvorkommen für 1-Million Menschen erbaut, heute leben nur ein paar Tausende hier). Insgesamt sollen 64 Millionen Wohneungen leer stehen. Ähnlich wie in Spanien haben sich Chinesen ebenfalls Wohnimmobilien als Finanzanlage zugelegt. Wenn nun die Immobilien aufgrund des hohen Leerstandes immer weiter an Wert verlieren, dann gehen viele Menschen “Pleite”. Der Staat wird dies sicherlich nicht zulassen, muss dafür aber tief in die eigene Tasche greifen.

    Spanien hat es bereits erwischt – wenn die Weltmacht China es nun beutelt, dann hat dies deutlich mehr Konsequenzen. China zapft die Devisen aus Europa und Amerika ab, damit entsteht ein Ungleichgewicht, weil eine Gegenfinanzierung aufgebaut werden muss, diese bekommt man aber nicht so schnell hin. Andernfalls wird es zu wirtschaftlichen Eruptionen kommen, wie Hyperinflationen. Die Welt wird dadurch nicht untergehen, aber sehr viele Dinge werden teurer und unerreichbarer. In einer globalen Welt stecken alle unter einer Decke und jeder sollte auf den Anderen acht nehmen. Deutschland merkt dies sehr stark am eigenen Leib – die finanzielle Unterstützung für europäische Nachbarstaaten beutelt uns bereits.

    Ich habe mir den Text nicht an den Haaren herbeigezogen, sondern mehrfach darüber gelesen. Wie zum Beispiel in der Quelle: Titelthema “Die China Blase” von der Zeitschrift Focus – Ausgabe Nr. 30.